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Gesundheit / Health

 
     
 
     
 

 

 
 

Erkrankungen des Auges

 
     
 

In mehreren Ländern werden seit Jahren systematisch und professionell  Vorsorgeuntersuchungen auf erbliche Augenerkrankungen durchgeführt: Distichiasis, En- und Ektropium, Korneadystrophie, persistierende Pupillarmembran, Katarakt, PHPV/ PHTVL, PRA, RD, PED.

Bei Erkrankungen, die zu schlechtem Sehvermögen oder Blindheit führen, wird auf jeden Fall zu einem Zuchtausschluß geraten. Dazu zählt beispielsweise die Katarakt ( Grauer Star). Darunter versteht man eine teilweise oder völlige Trübung der Linse. Eine medikamentöse Therapie ist nicht bekannt, bei Sehproblemen sollte der Hund einem auf Augenchirurgie spezialisierten Tierarzt vorgestellt werden. Einschränkend muß gesagt werden, daß es auch Formen der nicht-erblichen Katarakt gibt, z.B. als Folge von Verletzungen oder Entzündungen. Mit diesen Tieren kann natürlich weiter gezüchtet werden.

Hinter dem Namen PHPV/PHTVL (persistierendes hyperplastisches primäres Vitreum/ persistierende hyperplastische Tunica vasculosa lentis) verbergen sich Gefäßreste aus der Embryonalentwicklung um die Linse herum. Normalerweise bilden sich diese embryonalen Gefäße in den ersten Lebenswochen eines Welpen zurück. Bei erkrankten Hunden bleiben sie jedoch bestehen. Diese Gefäßreste gehen oft mit Trübungen der Linse oder Erkrankungen des Glaskörpers und der Netzhaut einher. Je nach Ausprägung wird die Erkrankung in Grad 1-6 eingeteilt, wobei Grad 2-6 in der Regel zum Zuchtausschluß führen. Eine Therapie gibt es nicht, nur in wenigen ausgewählten Fällen kann eine Operation der Linsentrübung sinnvoll sein.

Weiterhin gehört zu dieser Gruppe die PRA (progressive Retinaatrophie). Dies ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Erkrankungen der Netzhaut. Ab einem bestimmten Alter stellt die Netzhaut ihre Funktion ein. Auf die Netzhaut fallende Lichtstrahlen werden dann nicht mehr an das Sehzentrum des Gehirnes weitergeleitet. Gegen die resultierende Blindheit gibt es keine Behandlung.

Die RD (Retinadysplasie) ist eine fehlerhafte Ausbildung der Netzhaut. Diese reicht von einfachen Falten bis hin zu Ablösungen und Blutungen der Netzhaut. Milde Formen (Falten) gehen häufig ohne Beeinträchtigung des Sehvermögens einher, die schwereren Formen führen jedoch zur Blindheit. Auch hier gibt es keine Behandlungsmöglichkeit.

Die PED (Pigmentepitheldystrophie) kommt fast ausschließlich in Großbritannien vor. Dabei baut sich das Zentrum der Netzhaut ab, die Peripherie bleibt jedoch meist gesund. Deshalb erblinden die erkrankten Tiere nicht vollständig. Möglicherweise jedoch ist diese Erkrankung nicht im Erbgut verankert, sondern hat ihre Ursache in Ernährungsfehlern.  

Daneben gibt es die große Gruppe erblicher oder vermutlich erblicher Erkrankungen der vorderen Augenabschnitte und der Lider, die nicht in jedem Fall das Augenlicht gefährden. So müssen die betroffenen Tiere nicht unbedingt von der Zucht ausgeschlossen werden. Die Züchter und der Zuchtklub müssen jedoch gut aufpassen, daß sich die Krankheiten nicht weiter ausbreiten und dann außer Kontrolle geraten. Dazu zählen die Erkrankungen der Lider (Distichiasis, En- und Ektropium), Korneadystrophie und die persistierende Pupillarmembran. Unter Distichiasis versteht man einzelne oder mehrere wimpernartige Haare, die am Lidrand entspringen und in Richtung Hornhaut weisen. Sie können die empfindliche Hornhaut massiv reizen. Ein Entropium (Rollid) ist ein Richtung Augapfel eingerolltes Lid, ein Ektropium (Hängelid) ein vom Augapfel weg hängendes Lid. Bei allen diesen Erkrankungen der Lider wird die empfindliche Hornhaut in Mitleidenschaft gezogen. Entweder durch Haare, die auf der Hornhaut reiben, oder durch den mangelnden Schluß der schützenden Augenlider. In schweren Fällen kann dadurch die Hornhaut wund, trübe und undurchsichtig werden, so daß auch in diesen Fällen eine Sehstörung resultiert. Die Behandlung besteht aus einer chirurgischen Korrektur der Augenlider. Es gibt eine Vielzahl möglicher Operationen, abhängig vom Ausgangsbefund.

Die Korneadystrophie ist eine Einlagerung von Cholesterinkristallen in den mittleren Zellschichten der Hornhaut (stromale Korneadystrophie), bzw. ein Defekt der inneren Zellschicht der Hornhaut (endotheliale Korneadystrophie). Bei der letzteren Form wird die Hornhaut im mittleren und fortgeschrittenen Alter "undicht" und es kommt zu einer zunehmenden bläulichen Trübung der Hornhaut bis hin zur Undurchsichtigkeit. Eine ursächliche Therapie ist nicht möglich. Lediglich bei der endothelialen Form kann mit Hilfe von entzündungshemmenden und entwässernden Augenpräparaten versucht werden, das weitere Einströmen von Flüssigkeit in die Hornhaut zu reduzieren. Bereits vorhandene Trübungen der Hornhaut bleiben allerdings bestehen.

Die persisitierende Pupillarmembran (PPM) oder Membrana pupillaris persistens (MPP) ist das Übrigbleiben embryonaler Gefäßstränge im vorderen Augenbereich. Sie gehen von der Regenbogenhaut aus und ziehen zu anderen Bereichen der Regenbogenhaut und überspannen so die Pupille (das Sehloch). Oder sie ziehen zur Hornhaut oder zur Linse und führen dort zu Trübungen. Die Gefäßstränge können so fein sein, daß man sie nur mit starker Vergrößerung sieht, oder auch so dick sein, daß sie mit bloßem Auge sichtbar sind. Meist belässt man sie ohne Behandlung. Nur bei Sehstörungen durch starke Behinderung der Pupillenbewegung oder starke Trübungen der Hornhaut oder Linse wird ein chirurgischer Eingriff gewagt.

 
     
     
 

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