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Zwergpinscher Rasseprofil / Miniature Pinscher Profile

 
     
 
 

 

 
 

 

 
 

Zoo & Co Freunde Magazin März/09 - Der Zwergpinscher S.33

In einer Zeit in der uns "Handtaschenhundchen" auf Schritt und Tritt begegnen - im Fernsehen, in Zeitschriften und beim Stadtbummel - finde ich es umso erfreulicher, dass "meine" Rasse, der Zwergpinscher, keine Modeerscheinung ist, sondern auf eine lange Rassegeschichte zurückblicken kann: Erstmals wird der Pinscher 1836 von H.G. Reichenbach erwähnt; damals fielen noch rauhaarige (der heutige Schnauzer) und glatthaarige (der heutige Pinscher) Welpen in einem Wurf. F. Hebbel berichtet uns 1839 von seinem kleinen Pinscher, der ihn auf seiner winterlichen Wanderung von Hamburg nach München begleitet hat. Der Tiermaler Jean Bungartz zeichnete 1888 die erste uns bekannte Abbildung eines Zwergpinschers, weitere Bilder aus der folgenden Zeit zeigen Pinscher in den Farbschlägen Pfeffer/Salz, Schoko, Blau, Isabell und Harlekin.

Der Zwergpinscher wurde früher als Hof- und Stallhund gehalten und hatte die Aufgabe Mäuse und Ratten von den Höfen fern zu halten. Ein passionierter und erfolgreicher Mäusefänger ist er bis heute. In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg wurde versucht, aus dem Stallhund ein zierliches Modepüppchen für feine Damen zu züchten; die Gesundheit und das Erscheinungsbild haben damals sehr darunter gelitten. Herrn Josef Berta (Vorsitzender des Pinscher Schnauzer Verbandes 1895 - 1921) haben wir es zu verdanken, dass sich der robuste, typische Zwergpinscher wieder durchsetzte.

Es gibt mehrere Meinungen dazu, woher der Name Pinscher stammen könnte. Einige glauben, er wäre eine Ableitung des englischen "to pinch" (greifen, kneifen), andere glauben, dass er vom französischen "pincer" (schnappen, fassen) stammt. Beide Bedeutungen passen auf den Pinscher, der die Eigentümlichkeit besitzt, sein Spielzeug oder Beute mit den Pfoten zu greifen.

Heute ist der Zwergpinscher ein kompakter Kleinhund mit einer Größe von 25 - 30 cm Schulterhöhe und einem Gewicht von 4 - 6 kg und wird in den Farbschlägen rot und schwarz/rot gezüchtet. Er hat eine elegante Erscheinung und ist das verkleinerte Abbild seines größeren Vetters. dem Deutschen Pinscher.

Laut Rasseporträt findet er Verwendung als Familien- und Begleithund. Trotz seiner Kleinheit ist er sehr gut als Sporthund geeignet; in Hundeschulen wird oft gestaunt, da er mit seiner Aufmerksamkeit und seinem Lernwillen anderen Rassen häufig überlegen ist. Durch seinen Teamgeist, seine Gewandtheit und seine Schnelligkeit ist der Zwergpinscher für Sportarten wie Agility, Breitensport, Dogdancing u.v.m. wie geschaffen. Auch beim Wandern, Joggen, Radfahren und Skaten ist er gerne und mit nicht nachlassender Ausdauer dabei. Der Zwergpinscher ist ein temperamentvoller, aufgeweckter Hund, er ist anhänglich, verschmust und immer für ein Spielchen aufgelegt. Er hat zudem einen ausgeprägten Wachinstinkt und meldet Eindringlinge sofort, ist jedoch kein Kläffer. Er kann auch gut in einer kleinen Wohnung gehalten werden, sofern man seinen Bewegungsdrang beachtet und ihm genug Auslauf und Beschäftigung bietet. Der Zwergpinscher kann bedenkenlos fast überall mitgenommen werden, und ist er erst mal in der Familie, nimmt er seinen gebührlichen Rang ein. Eine große Stärke ist seine Anpassungsfähigkeit, und der Zwergpinscher zeichnet sich durch sein ausgesprochen liebenswertes, fröhliches Wesen aus. Mit anderen Hunden verträgt er sich gut, und er ist sehr selbstbewusst gegenüber größeren Artgenossen. Auch mit Katzen, Pferden, Vögeln und anderen tierischen Familienmitgliedern freundet er sich schnell an.

Der reinrassige Zwergpinscher ist ein sehr robuster und gesunder Hund. Sämtliche Erbkrankheiten, die den Zwergrassen gerne nachgesagt werden, treffen auf den Zwergpinscher dank verantwortungsbewusster, kontrollierter Zucht nicht zu. Vorsicht ist geboten beim Erwerb von Zwergpinschern aus unkontrollierten Würfen, da hier das Risiko von Erbkrankheiten, rasseuntypischem Aussehen und -Verhalten sehr hoch ist. Die weltweit größte Organisation für kontrollierte Rassehundzucht ist die FCI (Fédération Cynologique Internationale), achten Sie immer darauf, dass Ihr Züchter Mitglied eines der FCI angeschlossenen Verbandes ist.

Text: Spörr Margit - Zuchtstätte "vom Camp Achensee" - http://www.pinscherzucht.at

 
     
     
 

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